Geschichtliche
der Abteilung Möhringen
Brände
und ihre Bekämpfung zogen bis zu der Gründungszeit
von Feuerwehren alle Einwohner in große Mitleidenschaft.
Außer den Kindern, Behinderten, hütenden Hirten,
Nachtwächtern, Flurschützern und ärmeren Wittfrauen
ohne erwachsene Söhne traten alle Männer und "Weibsleute"
bei Brandfällen in genau zugewiesene Tätigkeit.
Man schuf auf Anregung des damaligen Bürgermeisters
Fischler am 23. August 1863 einer Freiwillige Feuerwehr.
Ihre vom Stadtrat genehmigten Statuten sahen eine
Mitgliedschaft aller männlichen Bürger bis zu 40
Jahren vor. Die Stadt übernahm die Kosten für Montur
und Ausrüstung.
Die
erste Spritzenanschaffung erfolgte im Jahr 1863.
Erster Feuerwehrkommandant war Taddäus Leiber.
1867 zählte das Feuerwehrcorps ohne die Feuerwehrkapelle
94 Mann. Das älteste Feuerwehrmagazin befand sich
im alten Schulhaus.
1923 kamen die Geräte in die Donaumühle,
später in einen Schuppen in der Bahnhofstrasse,
1957 in den Bauhof, wo die Feuerwehr am gleichen
Standort bis heute untergebracht ist.
Die Kriegsjahre und der damit verbundene Einsatz
der Männer im Kriegsdienst machten es erforderlich,
dass 1944 eine weibliche Hilfsfeuerwehr gegründet
wurde.
Nach Kriegsende wurde diese Truppe wieder aufgelöst.
Seit 1945, dem Ende des Krieges, wurde dem
Feuerschutz besondere Bedeutung zugemessen. Es erfolgte
ein Neuaufbau der Wehr, sowohl von der Mannschaftsstärke
als auch von den Gerätschaften her.
Im Jahr 1951 erfolgte die Anschaffung des
Löschfahrzeuges LF 8 (mit 1.200 l Pumpenleistung).
Grössere Mengen Schlauchmaterial und Atemschutzgeräte
wurden angeschafft. Zur Alarmierung der Wehr erfolgte
der Aufbau eines Sirenensystems.
Aufgrund ihrer guten technischen Ausstattung war
die Feuerwehr Möhringen bis zum Jahr 1972
Stützpunktfeuerwehr für die umliegenden badischen
Gemeinden. 1963 erhielt die Feuerwehr Möhringen
als Geschenk zum 100-jährigen Jubiläum eine Handdrehleiter
DL 18 auf Opel Blitz Fahrgestell, die noch heute
im Einsatz ist.
Im Jubiläumsjahr 1963 wurden die ersten Kontakte
mit den Wehren der Partnerstädte Waidhofen/Ybbs
(Österreich) und Bischofszell (Schweiz) geknüpft,
die bis heute aufrechterhalten und gepflegt werden.
Ein besonders kameradschaftliches Verhältnis verbindet
die Feuerwehr Möhringen mit der Feuerwehr Bischofszell.
Seit 1983 besteht auch eine Partnerschaft
mit den elsässischen Kameraden aus Berrwiller. Im
Zuge der weiteren Modernisierung der Feuerwehr wurde
1972 die Funkalamierung eingeführt. Mit dieser
Einrichtung war eine neuzeitliche und schnellere
Alarmierung der Feuerwehr geschaffen, die in der
Folgezeit weiter ausgebaut und der technischen Entwicklung
laufend angepasst wurde. Durch die Funkalarmierung
ist es möglich, dass die Feuerwehrmänner innerhalb
weniger Minuten am Fahrzeug sind und in äußerst
kurzer Zeit wirkungsvolle Hilfe leisten können.
Mit der Eingemeindung der selbstständigen Stadt
Möhringen in die Stadt Tuttlingen zum 01.01.1973
verlor die Feuerwehr ihre allgemeine Eigenständigkeit
- bis auf den örtlichen Bereich. Seit diesem
Zeitpunkt wurde sie eine Abteilung der Freiwilligen
Feuerwehr Tuttlingen.
1975 wurde das im Jahr 1951 angeschaffte
Löschfahrzeug LF8 durch ein neues Löschfahrzeug
LF 16 ersetzt. Um die Einsatzkräfte der Wehr zu
verstärken, erfolgte im Jahr 1978 die Anschaffung
eines Tragkraftspritzenfahrzeugs TSF.
1986 wurde der Wehr ein neuer Mannschaftstransportwagen
MTW übergeben.
1987erhielt die Wehr einen sogenannten Rettungssatz,
um auch bei Verkehrsunfällen rasch und wirkungsvoll
helfen zu können.
2006 konnte das neue LF 10/6 der Abt. Möhringen
übergeben werden. Es handelt sich hierbei um
einen MB Atego mit Magirus Aufbau. Das 1978 angeschaffte
TSF konnte somit außer Dienst gestellt werden.
Nachdem
die Freiwillige Feuerwehr über Jahrzehnte hinweg
eingeengt und doch eher provisorisch zusammen mit
dem Bauhof in der Klingenbergstrasse untergebracht
war, liefen gegen Ende der 80er Jahre die Planungen
für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses an.
Nachdem
der Bauhof ein eigenes Gebäude erhielt, wurde das
Feuerwehrgerätehaus in zwei Bauabschnitten ausgebaut.
Im ersten Bauabschnitt wurden die Betriebsräume
im Jahr 1990 fertiggestellt und eingeweiht.
Die Räumlichkeiten umfassen im wesentlichen Funkalarmzentrale,
Atemwerkstatt, sanitäre Einrichtungen, Schulungs-
und Aufenthaltsraum. Der zweite Bauabschnitt, die
Fahrzeughalle wurde im Jahre 1994 eingeweiht.
Die bisherige Halle wurde dazu abgerissen.
Die
Ausbildung der Wehr wurde im Laufe der Jahre ständig
verbessert und der technischen Fortentwicklung laufend
angepasst. Regelmässige Proben und die Teilnahme
an den angebotenen Kursen und Lehrgängen waren selbstverständlich.
Der gute Ausbildungsstand wurde bei der Teilnahme
an zahlreichen Leistungswettbewerben stets erfolgreich
unter Beweis gestellt.
Die
Ausbildung der Wehrmänner und die Ausrüstung der
Feuerwehr hat mit der Entwicklung der letzten Jahrzehnte
schrittgehalten. Es ist somit gewährleistet, dass
Möhringen heute über eine schlagkräftige und einsatzerprobte
Feuerwehr verfügt. |