Gefahrgut - Tuttlingen, Ludwigstaler Straße
23.02.2010
- 03:52 Uhr
Aus bisher ungeklärter Ursache kam
es in den frühen Morgenstunden in
einem Fleischverarbeitenden Betrieb zu
einem Austritt von Ammoniak.
Nach einer ausgiebigen Erkundung und durch
die Einweisung der Mitarbeiter wurde das
Firmengelände weiträumig abgesperrt.
Da alle Eingänge und Türen geschlossen
waren, beschränkte sich der Austritt
des Mediums rein auf das Firmengebäude.
Ein Trupp rüstete sich sofort mit
CSA (Chemikalienschutzanzügen) aus
und ein weiterer Trupp unter Atemschutz
bereitete mit einem C-Rohr das mögliche
Niederschlagen von Dämpfen vor. Der
CSA-Trupp ging nun zur Erkundung in das
Gebäude vor und schaltete die, mit
800 Kg Ammoniak befüllte Kühlanlage
in den Not-Aus-Betrieb. Des weiteren versuchte
man die Leckage ausfindig zu machen. Nachdem
die beschädigte Leitung ausgemacht
war, wurde sie abgedreht und somit bestand
keine Gefahr mehr durch austretendes Ammoniak.
Parallel dazu wurde außerhalb des
Gefahrenbereiches eine intensive Druckbelüftung
und Messungen der Umgebung vorbereitet
und auch durchgeführt. Während
der gesamten Druckbelüftung wurde
das austretende Gasgemisch mit Wasser
Niedergeschlagen und somit verdünnt.
Nach fast 3h intensiver Belüftung
war das Gebäude wieder betretbar.
Die Abteilung Tuttlingen war bei diesem
Einsatz mit 7 Einsatzfahrzeugen und 35
Mann vor Ort.
Ebenfalls
im Einsatz:
Rettungsdienst, SEG des DRK, Polizei
+ Kriminaltechnik, Ordnungsamt/Stadtverwaltung,
diverse weitere Behörden